Veranstaltung

Bündnis-Tour:
Zweite Station im
Bielefelder Lokschuppen

Zukunftsweisende Mobilitätslösungen für die Region Ostwestfalen-Lippe: Die Bündnis-Tour hat in Bielefeld einen weiteren Innovationsstandort in Nordrhein-Westfalen besucht. Ziel der Tour ist es, Zukunftsprojekte vor Ort und die Akteure kennenzulernen und noch besser miteinander zu vernetzen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Institutionen und Unternehmen kamen am 9. September 2020 im Lokschuppen Bielefeld zusammen, um sich über die aktuelle Mobilitätsforschung und Unterstützungsmöglichkeiten auszutauschen.

Autonomes Fahren und ein verstärkter ÖPNV

Die im Rahmen der Bündnis-Tour in Bielefeld vorgestellten Projekte geben wichtige Impulse für die Mobilitätsentwicklung in ganz Nordrhein-Westfalen. Bielefeld nimmt eine wichtige Rolle auf der Tour des „Bündnis für Mobilität“ ein: In der Hochschul-Region Ostwestfalen-Lippe werden die zukünftigen Ingenieure und Fachleute für Mobilität praxisnah ausgebildet. „MonoCabs“, angelagert an der TH OWL, thematisiert autonomen elektrischen Schienenverkehr und die Reaktivierung ländlicher Bahnstrecken, das Reallabor „MOVE-IN-OWL“ entwickelt unter der Federführung der FH Bielefeld den Einsatz hochautomatisierter Fahrzeuge für Straße und Schiene. Als drittes Projekt wurde das „SennestadtTicket“ vorgestellt, ein Modellversuch, in dem der ÖPNV durch kostenlose Bus-Tickets gestärkt werden soll. Zudem informierte das Bündnisreferat des Verkehrsministeriums über seine Arbeit und zeigte den regionalen Projektträgern Unterstützungsmöglichkeiten auf.

 

 

„Hier in Bielefeld werden exzellente Ingenieure und Fachleute für die Mobilität von morgen ausgebildet. Die Projekte zeigen uns, wie in Zukunft eine bessere Mobilität aussehen kann: automatisierte Fahrzeuge für Straße und Schiene. Und innovative Ideen für den ÖPNV.“

Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsminister.

Innovative Projekte für die Mobilität der Zukunft

Nach dem Auftakt in Aachen machte die Bündnis-Tour rund um Verkehrsminister Hendrik Wüst Stopp in Bielefeld. Folgende regionale Projekte im Rahmen der aktuellen Mobilitätsforschung wurden in Ostwestfalen-Lippe vorgestellt:

  • MonoCabs: Das Projekt der TH OWL beschäftigt sich mit der Entwicklung eines autonomen bedarfsgesteuerten Schienenverkehrs auf bisher stillgelegten ländlichen Bahnstrecken. Dabei liegt ein Fokus auf dem Umstieg hin zu elektrischen Einschienen-Fahrzeugen.
  • SennestadtTicket: Der Modellversuch dient zur Stärkung des ÖPNV und Reduktion der Pkw-Dichte im Modal Split von Sennestadt. Dabei erhalten Mieter von Wohnungsgesellschaften kostenlose Bus-Tickets, die zu einer Verkehrswende beitragen sollen.
  • „MOVE-IN-OWL“: Unter der Federführung der FH Bielefeld wurde das Reallabor ins Leben gerufen, das zur Erprobung des Einsatzes hochautomatisierter Fahrzeuge für Straße und Schiene dient. Außerdem werden weitere neue Technologien, Dienste und Anwendungen für die Mobilität 4.0 erforscht und entwickelt.

Download Vorträge (PDF)

Stimmen der Diskussionsteilnehmer

„Mobilität ist ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität und die Wirtschaft urbaner und ländlicher Räume.Vernetzte Mobilitätsangebote sollen auf der Grundlage autonomer Systeme, die auf individuelle Bedürfnisse der Nutzer angepasst sind, tägliche Wege einfacher und flexibler gestalten.“
Prof. Dr. Thorsten Jungeblut, Lehrgebiet Industrial Internet of Things an der FH Bielefeld

„Unsere Idee ist es, modellhafte Projekte, Kooperationen, Verfahren, Technologien und Finanzierungsmodelle für ein nachhaltiges Bielefeld zu entwickeln, zu erproben und zu vermitteln.“
Cornelia Christian, Geschäftsbereichsleiterin Kundenmanagement der moBiel GmbH

„Automatisiertes Fahren ist ein großes Thema und genauso die Stärkung des ÖPNV. Aus der Region OWL kommen richtungsweisende Impulse für ganz Nordrhein-Westfalen.“
Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsminister und Initiator der "Bündnis-Tour"

„Mobilität soll auch auf dem Land schnell, sicher und komfortabel sein. Wir möchten mit unserer Arbeit am "MonoCab"-Konzept belastbare Ergebnisse zu Machbarkeit, Kosten und Produktionsbedingungen als Basis für Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Konzepterstellungen bei möglichen Streckenreaktivierungen erzielen.“
Prof. Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Technischen Hochschule OWL

Fotos von der Veranstaltung

Quelle: Simon Bierwald/INDEED Photography