Partnerstory

Regionales Bündnis
Masterplan A45

Die A45 hat sich seit ihrer Fertigstellung zu einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Nord- und Süddeutschland und anliegenden Wirtschaftsräumen entwickelt. Damit diese Funktion erhalten bleibt, wird die A45 bis zu Jahr 2032 erneuert und zukunftsfähig ausgebaut.

Der Plan sieht vor, nahezu die gesamte Autobahn durchgängig sechsspurig auszubauen. Hierzu werden alleine zwischen Dortmund und der Landesgrenze zu Hessen 38 Großbrücken abgerissen und anschließend neu gebaut – eine Mammutaufgabe, die Autofahrer, die Region und Straßen.NRW vor viele Herausforderungen stellt.

Weil längere Vollsperrungen angesichts der Bedeutung der A45 möglichst vermieden werden sollen, finden die Baumaßnahmen weitgehend unter rollendem Rad, also bei laufendem Verkehr, statt. Ganz ohne Verkehrsbehinderungen kann solch ein Projekt jedoch nicht abgewickelt werden. Neben Auswirkungen auf den Straßenverkehr ist im Rahmen der Baumaßnahmen auch mit Einschränkungen für Anwohner zu rechnen.

Damit die Betroffenen nicht von den Planungen überrascht, sondern frühzeitig sowie umfassend informiert werden, haben die drei Industrie- und Handelskammern Dortmund, Hagen und Siegen gemeinsam mit der Universität Siegen mit dem „Masterplan A45“ Handlungsempfehlungen zur Koordination der Baumaßnahmen und zur Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet. In enger Zusammenarbeit mit Straßen.NRW stoßen die Akteure öffentlichkeitswirksame Projekte und Aktivitäten an, um deutlich zu machen, wie wichtig die Erneuerung der A45 ist. Ziel ist, die unterschiedlichen Interessen auch über die gesetzlich vorgegebenen Vorschriften zur Öffentlichkeitsbeteiligung hinaus zusammenzuführen.

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„Wir können aus unserer Erfahrung sagen, dass es extrem wichtig ist, die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitzunehmen. Je früher, desto besser. Die Faszination Technik packt die Menschen und sie sind dankbar, eingebunden zu werden.“

Hermann-Josef Droege,
stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen

Ein Masterplan für breite Akzeptanz

Die Bauarbeiten an der A45 berühren das Interesse vieler: vom Pendler bis zum Anwohner. Eine frühzeitige Beteiligung hilft, auf deren Belange einzugehen und – wenn notwendig – Kompromisse zu finden. Mit dem Masterplan A45 haben die drei Industrie- und Handelskammern Dortmund, Hagen und Siegen gemeinsam mit der Universität Siegen einen bundesweit einmaligen Vorstoß hierzu gemacht.

Der Masterplan A45 enthält Handlungsempfehlungen zur Koordination der Baumaßnahmen und zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. „Wir können aus unserer Erfahrung sagen, dass es extrem wichtig ist, die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitzunehmen. Je früher, desto besser. Die Faszination Technik packt die Menschen und sie sind dankbar, eingebunden zu werden“, betont Hermann-Josef Droege, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen. Eine konstruktive und ehrliche Öffentlichkeitsarbeit spiele dabei eine große Rolle. Mit ihr gelinge es, etwaigen Widerständen, Sorgen und Ängsten wirkungsvoll zu begegnen.

Einbindung von Partnern aus der Region

Regelmäßige Abstimmungen zwischen den Initiatoren des Masterplans und Straßen.NRW stellen eine verlässliche Kommunikation sicher. Die Einbindung von Entscheidungsträgern und Multiplikatoren aus der Region hilft zudem beim Aufbau einer breiten Akzeptanz: Im Beirat Masterplan A45 wirken Persönlichkeiten aus der Region als „Botschafter“. Sie bringen ihre Interessen und Anregungen frühzeitig in die Planung ein, speisen die in dem Beirat gewonnenen Informationen in die eigenen Netzwerke ein und helfen somit dabei, öffentliche Akzeptanz für das Projekt zu gewinnen.

„Neben einer umfangreichen Beteiligung gesellschaftlicher Interessenträger und Multiplikatoren gehören vor allem eine umfassende Information, etwa über das Internetportal ‚www.a45wirdneu.de‘, und eine enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten dazu“, unterstreicht Droege. Hinter diesen Maßnahmen steht die feste Überzeugung, dass ein möglichst reibungsloser Ablauf in Planung und Ausführung der Arbeiten hilft, die Phase der Bauarbeiten so kurz wie möglich zu halten.

Bislang sei die Resonanz auf das Projekt in der Bevölkerung durchweg positiv, berichtet Droege. Zunehmend werde erkannt, dass beispielsweise ein effizienter Lärmschutz nur zu erreichen sei, wenn die A45 in Gänze modernisiert werde. Auch Baustellenbesichtigungen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit und würden helfen, die Akzeptanz und das Verständnis für die Jahrhundertmaßnahme zu steigern.