Partnerstory

Projekt A-bei-LEV:
Drei Bauvorhaben,
ein gemeinsames Ziel

Über der Rheinbrücke scheint die Sonne, vereinzelte Wolken ziehen über den blauen Himmel. Das Flussufer ist mit grünem Gras bewachsen.

Mit dem Projekt A-bei-LEV, dem Autobahnausbau bei Leverkusen, steht das Land Nordrhein-Westfalen vor einer der größten und herausforderndsten Baumaßnahmen in den nächsten beiden Jahrzehnten. Um Transparenz für Anwohner, Pendler und weitere Beteiligte der betroffenen Ballungsräume zu schaffen, setzt Straßen.NRW auf eine frühzeitige Kommunikation von Planungsmaßnahmen und Mitwirkungsmöglichkeiten. 

Die Autobahnen im Kölner Raum zählen zu den meistbefahrenen Fernstraßen Europas: Bis zu 160.000 Kraftfahrzeuge sind täglich allein auf der A3 bei Leverkusen unterwegs. Die enorme Auslastung der Strecken hat nicht nur kilometerlange Staus, sondern zum Teil erhebliche Schäden an der Bausubstanz zur Folge. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, widmet sich das Projekt A-bei-LEV daher drei konkreten Streckenabschnitten: dem Ausbau der A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl bis zum Autobahnkreuz Leverkusen-West, der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen und der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. Alle drei Abschnitte sind im Bundesverkehrswegeplan 2030 fest disponiert und ihnen wurde eine hohe Dringlichkeit bescheinigt.

 

 

Rotes Licht: Schwere Kraftfahrzeuge dürfen Rheinbrücke nicht befahren

Besonders die Leverkusener Rheinbrücke der A1 ist in einem schlechten Zustand und dem derzeitigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Sie bildet daher den Schwerpunkt des ersten Abschnitts: Bereits 2012 startete Straßen.NRW mit den umfangreichen Planungen für einen Neubau, der Ende 2017 begonnen wurde. Der Zustand der alten Rheinbrücke macht besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig: So verhindert beispielsweise seit Herbst 2016 eine Schrankenanlage die Weiterfahrt von Fahrzeugen mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen und damit weitere Folgeschäden. Erst nach Fertigstellung der neuen Rheinbrücke können Fahrzeuge wie LKW diese Strecke wieder nutzen.

Machbarkeitsstudie schafft fundierte Grundlage

Zweiter Schwerpunkt des Projekts ist der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusenund betrifft die A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen. Die geplante Erweiterung von sechs auf acht Fahrstreifen soll langfristig für weitere Verkehrsentlastungen sorgen. Basis für die Planung bildet eine Machbarkeitsstudie von Straßen.NRW, die sich mit geeigneten Varianten, deren Einflüssen auf Umwelt und Anwohner sowie anfallenden Kosten und Bauzeit auseinandergesetzt hat.

Ebenfalls durch eine Machbarkeitsstudie evaluiert wurde der Ausbau der als „Stelzenautobahn“ bekannten A1-Trasse im Stadtteil Küppersteg. Genau wie die Leverkusener Rheinbrücke stößt auch sie an ihre Grenzen, enorme Überbelastungen zeigen bereits deutliche Schäden an der Substanz. Schon jetzt hat Straßen.NRW erste Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und die Standfestigkeit mittelfristig garantiert. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bilden Diskussionsgrundlagen für weitere Entscheidungen und sollen bei der Umsetzung einer langfristigen Lösung helfen.

Für den Ausbau der A1 und der A3 in Leverkusen wurden die Voruntersuchungen im Oktober 2018 abgeschlossen. Die Unterlagen hierzu werden jetzt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geprüft.

Bürgerdialog und Infopunkt: Gemeinsamer Austausch schafft Transparenz

Umfang und Komplexität des Projekts setzen für eine erfolgreiche Umsetzung einen gemeinsamen Austausch voraus – nur in Zusammenarbeit mit den Beteiligten, können nachhaltige Lösungen im Interesse Aller erarbeitet und umgesetzt werden. Straßen.NRW steht daher im stetigen Dialog mit Anwohnern und Autobahnnutzern sowie Akteuren aus Wirtschaft und Politik.

Gemeinsam mit der Stadt Leverkusen hat Straßen.NRW dafür spezifische Dialogangebote entwickelt: Die Bürgerzeitung DIALOG informiert bis zu 36.000 Haushalte in unmittelbarer Nähe der Planungsvorhaben, im Bürgerinformationszentrum in Köln-Merkenich beraten und unterstützen Experten bei Fragen und Vorschlägen. Zusätzlich bündeln Infopunkt, Newsverteiler und Dialogforum Interessen der Beteiligten. Gleichzeitig können interessierte Bürger Einsicht in alle Planungsunterlagen erhalten und in Besuchergruppen Baustellen besichtigen – alle Interessensgruppen erhalten so ein umfassendes Bild aktueller Entwicklungen der Planungsvorhaben.

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